Forschung zum Wohl von Nutztieren und einer nachhaltigeren Zukunft

Die Forschung der Gruppe Tierernährung und Metabolismus basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz und beschäftigt sich mit biologischen, technischen und organisatorischen Prozessen, insbesondere der Erfassung und Bewertung von Stoffkreisläufen von der Futtererzeugung bis zu Umwelteinträgen durch die ausgeschiedenen Produkte. Dieses breit aufgestellte Profil in den Tierwissenschaften mit fundiertem experimentellem Hintergrund führt zwangsläufig zu einer zentralen Rolle in der Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen.

Übergeordnete Ziele dieser Verbundforschung adressieren eine nachhaltigere Erzeugung von tierischen Produkten, insbesondere das Wohl von Nutztieren und Verbrauchern inklusive der Lebensmittelqualität und -sicherheit. Bei Betrachtungen der gesamten Wertschöpfungskette zur Produktion von Erzeugnissen tierischen Ursprungs spielen in der nach dem One Health-Ansatz ausgerichteten Forschung auch Digitalisierungsaspekte eine wichtige Rolle.

Untersucht werden sollen grundsätzlich Stoffwechselprozesse von allen Nutztierarten, jedoch erfolgt eine Fokussierung auf neonatale Säugetiere, sowie Milch- und Fleischrinder. Neonatale Säugetiere können dabei auch als Modell für den Menschen genutzt werden. Dieser postnatale Zeitabschnitt hat herausragende Bedeutung für die Prävention von Erkrankungen, insbesondere Darmerkrankungen.

Die zukünftige Forschung adressiert also Herausforderungen für eine nachhaltigere Futter- und Lebensmittelproduktion über die gesamte Wertschöpfungskette. Diese bestehen vor allem durch

  1. den Klimawandel (UN Nachhaltigkeitsziele Nr. #12 verantwortungsvoller Konsum und Produktion, #2 kein Hunger, #13 Klimaschutz)
  2. Konkurrenz um begrenzte Ressourcen und hochwertige Lebensmittel (#2 kein Hunger, #7 saubere Energie)
  3. Anreicherung unerwünschter Stoffe in der Umwelt (#6 sauberes Wasser, #14 Leben unter Wasser und #15 an Land) und in tierischen Produkten
  4. Futtermittel- und Lebensmittel-assoziierte Krankheiten und gesundheitsmodulierende Inhaltsstoffe (#3 gute Gesundheit und Wohlbefinden)
  5. Wenig ausgeprägten Wissenstransfer von evidenzbasierten Maßnahmen (#4 Bildung).

Letzteres ist in beinahe allen Forschungsvorhaben inkludiert, denn meine im Bereich der Grundlagenforschung angesiedelten Forschungsfragen zielen meist auf eine Risikobewertung oder eine Abwägung zwischen anderen Zielkonflikten ab. Auf Basis dieser Forschungsergebnisse können dann evidenzbasierte Empfehlungen ausgesprochen oder Leitfäden für die Praxis entwickelt werden. Der Wissenstransfer erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den mehr praktisch ausgerichteten Einrichtungen in der Metropolregion München, wie der LfL und dem LGL.

Internationalisierung

Gerne bieten wir herausragenden englischsprachigen internationalen Studierenden die Gelegenheit bei uns einen Forschungsaufenthalt zu realisieren. Dazu stehen wir gerne als Gastgeber zur Verfügung. Melden Sie sich dafür bitte mit aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen und eventuell schon mit einer eigenen Forschungsidee für die Stipendienakquise. Details zu möglichen Stipendien finden Sie hier:

Link DAAD (https://www.daad.de/de/)

Link Fulbright (https://www.fulbright.de/)